Nach Abs. 6 hat die Bundesregierung am 21. Juni 2016 die deutsche Verordnung über die Aus- und Weiterbildung der sogenannten (Rechtsbezeichnung) “zertifizierten Mediatoren” erlassen, die ab dem 1. September 2017 mindestens 120 Stunden Fachmediatorausbildung sowie Fallüberwachung und Weiterbildung von 40 Stunden innerhalb von 4 Jahren postuliert. Über diese Grundqualifikation hinaus haben sich die führenden Vermittlungsverbände (BAFM, BM, BMWA und DGM) auf Qualitätsstandards geeinigt, die über den Mindeststandards der nationalen Verordnung zur Zertifizierung ihrer Mediatoren liegen. Um akkreditierter Mediator dieser Verbände zu werden, muss man ein akkreditiertes Vermittlungstraining von mindestens 200 Stunden inkl. 30 Stunden Betreuung sowie Weiterbildung (30 bis 40 Stunden innerhalb von drei Jahren) absolvieren.” [39] Innerhalb der unternehmerischen und kaufmännischen Mediation wird häufig zwischen Business-to-Business (B2B), Business-to-Employee (B2E) und Business-to-Consumer (B2C)-Situationen unterschieden. Die Parteien selbst definieren den Rahmen der Mediation. Sie sind es, die erklären, warum die Mediation stattfindet, worum es in dem Streit geht und was ihre jeweiligen Interessen sind.

Sie sind es, die das Problem aufstellen. Der Rahmen ergibt sich aus den Details, die sich im Mediationsprozess entfalten. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Schlichtung und Mediation liegt darin, dass schlichter stellenweise über Daseinsizilkenntnisse in dem Bereich verfügt, in dem sie sich versöhnen. Der Schlichter kann Vorschläge für Abrechnungsbedingungen machen und zu diesem Thema beraten. Schlichter können ihre Rolle auch nutzen, um die Parteien aktiv zu einer Lösung zu ermutigen. Bei bestimmten Streitfällen ist der Schlichter verpflichtet, rechtliche Informationen zu erteilen. Dies trägt dazu bei, dass Vereinbarungen den einschlägigen gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechen. Daher kann die Vermittlung einen beratenden Aspekt umfassen. Die Teilnehmer haften gesamtschuldnerisch für die Honorare und Auslagen des Mediators. Die Verantwortung für Vermittlungsgebühren und -aufwendungen liegt nur zwischen den Teilnehmern bei _____________ Der Mediator ist verpflichtet, in erster Linie die Fähigkeit der Parteien zu klären. Manchmal scheint die geistige oder emotionale Kapazität einer oder einer der beiden Parteien von Anfang an begrenzt. Oft ist dies auf den Stress zurückzuführen, der durch den Konflikt erzeugt wird.

Obwohl die Verringerung ihrer Kapazität durch ihren Konflikt verursacht wird und vorübergehend sein kann, verstärken sie dennoch Emotionen von Angst, Wut, Aufregung und allgemeiner Unsicherheit. So vorübergehend diese Emotionen auch sein können, sie sind für die abweichenden Parteien real. Eine Kapazitätsbeschränkung darf sich erst in einem späteren Stadium der Mediation offenbaren. Gelegentlich kann eine solche Beschränkung eine kurze Unterbrechung des Mediationsprozesses rechtfertigen. Wo mediationiert wurde, hat sie sehr hohe Erfolgsraten bei der Erreichung eines für beide Seiten für einen Streit akzeptablen Ergebnisses genossen. Da es sich jedoch um ein relativ unstrukturiertes Verfahren handelt, zögern einige, es zu benutzen, aus Angst, nicht zu wissen, was zu erwarten ist. Mit diesem Dokument sollen solche Befürchtungen ausgeräumt werden, indem lediglich die Hauptmerkmale und Vorteile der Mediation und die Funktionsweise der Mediation nach den WIPO-Mediationsregeln in der Praxis erläutert werden. Die Wirksamkeit der Mediation in grenzüberschreitenden Streitigkeiten wurde in Frage gestellt, aber das Verständnis grundlegender Vermittlungsprinzipien weist auf das unbegrenzte Vermittlungspotenzial in solchen Streitigkeiten hin. Mediatoren befassen sich während des Prozesses explizit mit kulturellen und sprachlichen Unterschieden im Detail.

error: Content is protected !!